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28.04.2017 - 12:06 Uhr

Flüchtling randaliert im Sozialamt: Fünf Monate Haft auf Bewährung

Warburg (Rö). Nur sechs Wochen lagen zwischen Tatzeit und dem Termin vor dem Warburger Schöffengericht: Wegen versuchter Nötigung hat das Warburger Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Stephan Schneyer am Donnerstag, 27. April, einen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Dössel zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt. Der 24-jährige Asylbewerber aus dem Iran war direkt aus der Untersuchungshaft zum Gerichtstermin überstellt worden.

Dort war der Angeklagte seit der Tat am 15. März inhaftiert gewesen. Er wohnte als Asylbewerber in der Dösseler Unterkunft. Am Tattag wollte er bei der Behörde in der Bahnhofstraße seine monatlichen Sozialleistungen abholen. Das Sozialamt hatte ihm aber wegen seines Verhaltens den Regelsatz gekürzt. Damit war der Angeklagte nicht einverstanden, forderte unter Drohungen den vollen Betrag ein - und als dieses nicht zum Erfolg führte, begann er zu randalieren und die Einrichtungsgegenstände zu demolieren. Er drohte auch noch, die Unterkunft in Dössel in Brand zu setzen. Blankes Entsetzen war bei den Behördenmitarbeitern zu erkennen. Die Polizei beendete schließlich den Spuk und setzte den Randalierer fest. Vor Gericht zeigte sich jetzt der junge Mann, begleitet von einer Rechtsanwältin und einem Simultanübersetzer ,vollumfänglich geständig und er bekundete, das ihm die Tat leid tue. Offensichtlich hatte die Untersuchungshaft bereits Wirkung gezeigt. Staatsanwältin Melek Topkaya wollte nach der Beweisaufnahme dann auch den Tatvorwurf der räuberischen Erpressung nicht mehr aufrechterhalten und plädierte wegen versuchter Nötigung auf eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Das Schöffengericht folgte bei der Urteilsverkündung dem Antrag der Staatsanwältin. Außerdem trägt der Angeklagte noch die Kosten des Verfahrens. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Abschließend wandte sich Richter Stephan Schneyer mit eindringlichen Worten an den 24-jährigen Asylbewerber. „Als Asylbwerber sind sie als Gast hier, und es gelten für sie die gleichen Gesetze wie für andere auch. Gericht und Staatsanwaltschaft werden solche Verhaltensweisen nicht tolerieren und aufs Schärfste verurteilen und ahnden“, sagte Schneyer.


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