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13.06.2016 - 09:42 Uhr

Superintendent lobt Vielfalt und Engagement im Kirchenkreis

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde (ekp). Der Bericht von Superintendent Volker Neuhoff, Berichte aus den Kirchengemeinden, das Thema Klinikseelsorge und Wahlen standen auf der Tagesordnung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn im Paul-Gerhardt-Haus am Abdinghof in Paderborn. Außerdem fassten die Synodalen Beschlüsse zur Satzung des Verbandes der Evangelischen Kirchenkreise Gütersloh, Halle und Paderborn für ein gemeinsames Kreiskirchenamt und zu geplanten Änderungen der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Er habe ein „gutes Gefühl“ im Kirchenkreis nach und nach anzukommen, sagte Superintendent Volker Neuhoff, der sein Amt am 29. Januar angetreten hatte. Es gebe eine „große Fülle von ehrenamtlichem und hauptamtlichem Engagement, von kirchlicher, gemeindlicher und diakonischer Arbeit“. Neuhoff bedankte sich dafür und für die freundliche Aufnahme. Mit Blick auf die unterschiedlichen Gottesdienstformen, die er bisher besucht habe, sagte der Superintendent: „Wir dürfen uns trauen, die Kirchenmauern zu verlassen und treffen mit unserer Botschaft auf offene Ohren.“

Um Ideen für die nächsten acht Jahre hatte der Superintendent bei seiner Amtseinführung gebeten. Etliche seien bei ihm angekommen und eine Menge Aufbruchsstimmung sei zu spüren, so Neuhoff. Die Ideen, unter anderem zu moderneren Gottesdienstformen oder der stärkeren Orientierung auf Jugendliche, wurden den Synodalen auf Stellwänden vorgestellt. „Nichts ist so beständig wie der Wandel“, fasste Neuhoff die Berichte aus den 17 Gemeinden des Kirchenkreises zusammen. Prägende Themen seien darin unter anderem Flüchtlingshilfe, diakonisches Engagement für sozial Schwache und die Auswirkungen des Abbaus von Hauptamtlichkeit.

Klinikseelsorge dauerhaft absichern: Ihm sei sehr daran gelegen, die Klinikseelsorge dauerhaft abzusichern, sagte Superintendent Neuhoff. Dafür würden feste Pfarrstellen benötigt. Auf der Herbstsynode 2014 war die Errichtung einer 18. Kreispfarrstelle für Klinikseelsorge beschlossen worden. Für diese läuft zurzeit das Besetzungsverfahren. Der Bedarf sei viel größer, erklärte Neuhoff. Deshalb wolle er in Gesprächen mit Krankenhausträgern eine möglichst starke Mitfinanzierung erreichen. Wie hilfreich und notwendig Seelsorge für Kranke, Angehörige und Mitarbeitende ist, zeigte der Vortrag von Pfarrerin Dr. Friederike Rüter. Sie ist Leiterin des vor zwei Jahren eröffneten Fachbereichs Seelsorge am landeskirchlichen Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung in Schwerte. „Krankenhausseelsorge ist biblischer Auftrag der Kirche“, so Rüter, „sie begleitet, bestärkt und ermutigt Menschen.“ Und sie lasse Gottes Nähe wieder ahnen. Krankenhausseelsorge zeige sich in Einzelgesprächen, Trost- und Hoffnungsgeschichten, in Gottesdiensten, Abendmahlsfeiern (am Krankenbett), Gebet und Segen und in der Aussegnung im Todesfall.

Satzung für gemeinsames Kreiskirchenamt: Den Beschluss vom November 2015 für ein gemeinsames Kreiskirchenamt der Evangelischen Kirchenkreise Gütersloh, Halle und Paderborn zum 1. Januar 2017 findet Superintendent Neuhoff richtig, um die Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen. Beim Wechsel an den neuen Standort werde er die Mitarbeitenden des Paderborner Kreiskirchenamtes unterstützen: „Ich möchte, dass sie gut in Gütersloh ankommen!“ Superintendentur, gemeinsame Dienste und die Diakonie blieben im Haus der Evangelischen Kirche in Paderborn, betonte Neuhoff in seinem Bericht. Die Synodalen beschlossen mehrheitlich, bei einer Gegenstimme und wenigen Enthaltungen, die Satzung des Kirchenkreisverbandes der Evangelischen Kirchenkreise Gütersloh, Halle und Paderborn für das gemeinsame Kreiskirchenamt. Für den Superintendenten ist dieser Beschluss ein weiterer „Meilenstein“. Im Rahmen eines Stellungnahmeverfahrens war die Kreissynode von der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) dazu aufgerufen worden, über den Entwurf einer Änderung der Kirchenordnung zu beraten und zu entscheiden. Darin geht es um die Dienstbezeichnung der/des Leitenden Geistlichen der Landeskirche. Nach dem Entwurf soll die oder der Präses für die Dauer der Amtszeit den Titel >Bischof< oder >Bischöfin< führen, ohne Änderung der Aufgaben, die mit dem Amt verbunden sind. Nach ausgiebiger Diskussion wurde der Entwurf mehrheitlich abgelehnt - bei einigen Zustimmungen und einigen Enthaltungen. Endgültig soll auf der Landessynode im November in Bielefeld darüber entschieden werden.

Eine weitere Beschlussvorlage für die Kreissynode betraf das Presbyterwahlgesetz. Hintergrund sind Anträge aus Kirchenkreisen an die Landeskirche, die alle zum Ziel haben, die Altersgrenze so zu ändern, dass Presbyterinnen und Presbyter (Mitglieder der Gemeindeleitung/Presbyterium) bis zum Ende der laufenden Wahlperiode, auch über das 75. Lebensjahr hinaus, im Amt bleiben können. Die Kreissynode hat dies mehrheitlich bei einigen Gegenstimmen und Enthaltungen so beschlossen. Endgültig entscheidet auch hier die Landessynode. Neu besetzt wurden für die Wahlperiode 2016 bis 2020 die Ausschüsse und Synodalbeauftragungen des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Vakant sind die Synodalbeauftragungen für die Diakonie und für die Tageseinrichtungen für Kinder. Gewählt wurden auch die Abgeordneten zur Landessynode. Von der Synode bestätigt wurden die Mitglieder des Synodalen Jugendausschusses (diese wurden auf der Jugendvollversammlung gewählt) und des Arbeitskreises Tansania.

Die Kreissynode: 110 von 113 stimmberechtigten Mitgliedern (Kreissynodalvorstand, Gemeindepfarrer/innen, Abgeordnete der Gemeinden und der gemeinsamen Dienste, Inhaber/innen von Ämtern des Kirchenkreises, berufene Mitglieder) und zehn von elf beratenden Mitgliedern nahmen an der Kreissynode teil. Sie vertreten rund 81 000 Protestanten in 17 Kirchengemeinden in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie Lügde im Kreis Lippe. Zu Beginn wurde ein Gottesdienst in der Abdinghofkirche gefeiert, die Predigt hielt Pfarrerin Karin Röthemeyer (Lichtenau). Als Gäste nahmen an der Synode teil: Ortsdezernent Landeskirchenrat Fred Sobiech (Evangelische Kirche von Westfalen), Superintendent Frank Schneider (Evangelischer Kirchenkreis Gütersloh), Paderborns stellvertretender Bürgermeister Dieter Honervogt und Wolfgang Weigel, stellvertretender Landrat des Kreises Paderborn.


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