Schnellkontakt: redaktion@warburg-news.de   -    Telefon: 0 173 - 19 25 674
Jobbörse Veranstaltungskalender Partnerzeitungen Sportkurve

25.06.2016 - 10:35 Uhr

Altersgerechte Quartiere im Mittelpunkt

Kreis Höxter (red). Im Alter ändern sich für viele Menschen die Anforderungen an das persönliche Wohn- und Lebensumfeld. Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege des Kreises Höxter hat deshalb Experten eingeladen, um über die altersgerechte Entwicklung von Städten und Gemeinden zu diskutieren. „Lebensqualität im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit hängt ganz entscheidend davon ab, ob Menschen selbstständig ihren Alltag gestalten können. Wir brauchen deshalb eine Entwicklung in den Städten und Dörfern, die den Belangen der Menschen gerecht wird und zukunftsfähig ist“, sagte Gerhard Handermann, Vorsitzender der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege und Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Kreises Höxter.

Thomas Risse vom Landesbüro Altengerechte Quartiere NRW erläuterte, wie ein altersgerechtes Wohn- und Lebensumfeld aussehen könnte. „Besonders wichtig sind etwa Barrierefreiheit und eine gute Versorgungsstruktur mit nahegelegenen Geschäften, Ärzten, Apotheken, Friseuren, Banken, Kirchen oder kulturellen Angeboten.

Aber auch soziale Beziehungen, eine intakte Nachbarschaft und Senioren-Treffs sind für viele Menschen entscheidend, um zufrieden und selbstbestimmt zu leben“, so Risse. Auch Sicherheit und eine niedrige Kriminalitätsrate spielten eine große Rolle. Eine altersgerechte Wohnraumplanung verfolge die Zielsetzung, dass Menschen ihr Leben möglichst lange und selbstbestimmtes in der vertrauten Umgebung verbringen könnten und in der Gesellschaft lebendige Beziehungen zwischen den Generationen bestünden. Dies ließe sich etwa durch Kooperationen erreichen, in denen etwa Städte und Gemeinden, Vereine, Wohnungsunternehmen und die Pflege- und Gesundheitswirtschaft vertreten seien. „So können Bedarfe analysiert, Betroffene mit eingebunden und passgenaue Lösungen entwickelt werden“, sagte Risse.

Als gelungene Beispiele führte der Diplom-Soziologe die vielen, mitunter bereits seit Jahren bestehenden Netzwerke im Kreis Höxter an. „Insgesamt ist der ländliche Raum besonders gut für die Entwicklung altersgerechter Lebens- und Wohnumfelder geeignet, weil hier zum Beispiel Vereinsleben und Nachbarschaft einen sehr hohen Stellenwert haben. Generationen leben hier in einem sehr gut funktionierenden Dialog und profitieren von einander“, lobte Risse.

Im Anschluss stellte die Quartiersmanagerin der Stadt Nieheim, Stephanie Klein, die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nieheim und der Kirchengemeinde St. Nikolaus Nieheim als Träger des Sankt Nikolaus Hospitals vor. Zudem präsentierte sie die Ergebnisse einer Seniorenbefragung, die Studentinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen durchgeführt hatten. Demnach wünschten sich die Befragten unter anderem mehr Gesellschaft und Teilhabe, Tagesfahrten, Sportangebote, Fahrdienste, Verbesserung der Mobilität, einen verbesserten Streu- und Winterdienst, weniger Barrieren auf Straßen und Bürgersteige sowie bessere Informationen und Beratungsstellen. „Im Ergebnis wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt. So wurden ortsübergreifende Seniorennachmittage angeboten, Vorträge und Filme organisiert und ein Seniorenbüro initiiert“, zählte die Quartiersmanagerin auf: "Vorhandene Strukturen wurden besser vernetzt. Erste Erfolge der Maßnahmen sind bereits spürbar."


Altersgerechte Quartiere im Mittelpunkt  - Auf Twitter teilen.
Anzeige

TOP 5: Die meistgelesenen Nachrichten der Woche

 
ANZEIGE

Region Aktiv

Unser Nachrichten-Netzwerk
Brakel News Einbeck News Holzminden News
Höxter News Immobilien aus der Region Meine Fankurve
Northeim News Sportkurve Höxter Warburg News
Weser-Ith News